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Tirana - Markt Obst und Gemüse
Tirana - Markt Obst und Gemüse

Tirana - Skanderbegplatz Standbild, Moschee und Uhrturm
Tirana - Skanderbegplatz Standbild, Moschee und Uhrturm

Ziege in Tür
Ziege in Tür

Sonnenstrahlen durch Dunst im lichten Wald des Bogova-Tals
Sonnenstrahlen durch Dunst im lichten Wald des Bogova-Tals

Die Reise nach Tirana verlief ohne größere Zwischenfälle. Der Taxifahrer verlangte dreißig EUR für die Fahrt zum Backpacker Hostel. Vorherigen Auskünften zufolge sollten es nur zwanzig sein. Ich zahlte anstandslos, obwohl ich es hätte besser wissen müssen – und gab noch reichlich Trinkgeld, obwohl er extra um welches gebeten hatte. Später wurde mir gesagt, dass er mich betrogen habe. Gegen ein Uhr war ich im Bett.

Am nächsten Tag war ich früh munter und bummelte ein wenig durch die Hauptstadt, kaufte einen Strohhut, eine Karte vom Süden des Landes und Lebensmittel. Elf Uhr saß ich im Bus nach Skrapar. Gegen 14:00 gab es eine Pause in Berat, keine Stunde später stieg ich im Dörfchen Bogova aus – am Startpunkt meiner Wanderung.

Im kleinen Laden an der Straße kaufte ich ein paar Kleinigkeiten, die ich vor Ort verzehrte. Nach dem Füllen der Wasserflaschen zog ich los. Wenig später hatte ich den Weg verloren und war zu einer kleinen Fischfarm gelangt – glücklicherweise. Das heranziehende Unwetter durfte ich im Schutz des kleinen Hauses verbringen – derweil ein paar Ziegen zur Tür hereinschauten.

Dann wanderte ich im leicht dunstigen, von der Sonne erhellten Talgrund weiter. Mehrere große Wasserrohre durchzogen ihn kreuz und quer. Den kleinen versteckten Wasserfall fotografierte ich ausgiebig. Steil bergauf ging es dann weiter – zu meinem ersten Treffen mit einem der aggressiven Wachhunde, die man in abgelegenen Gegenden Albaniens öfter trifft als einem lieb ist. Der Besitzer des Tiers hielt ihn von mir fern und brachte mich wieder auf den richtigen Weg.

Dem Pfad folgte ich bergauf bis ich feststellte, dass ich viel zu weit östlich geraten war. Nachdem ich zurück über eine Wiese ohne sichtbaren Pfad gegangen war, fand ich den Weg wieder. Ich folgte ihm bis zu einem Bach und noch ein Stück bergauf. Da der Abend aber schon fortgeschritten und in der felsigen Gegend kein besserer Platz zu erwarten war, kehrte ich zu der Wiese zurück, um dort zu lagern. Nach der obligatorischen Wäsche im Bach begleiteten mich dessen Rauschen und das Lärmen der Zikaden in den Schlaf.

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