Gestern, am letzten Freitag im April, war ich zum ersten Mal auf einer Critical Mass.
Treffpunkt war das Denkmal im Skaterpark an der Lignerallee gegenüber des Neuen Rathauses.
Pünktlich 18:30 waren wir dort, die anfängliche Leere wich bald einer größeren Zahl an Radfahrern mit einer sehr heterogenen Mischung von Zweirädern. Es ergaben sich interessante Gespräche über das Wer/Wie/Was, Warum und Wieso; Fachsimpeleien kamen auch nicht zu kurz.
Als es 19:10 noch keine Anzeichen für einen Aufbruch gab, begannen die ersten, um das Denkmal zu kreisen.
EIn paar Minuten später wurde aus dem Ringelreihen aufgebrochen. Das Tempo war sehr niedrig, jeder kam gut mit. Es ging über die Petersburger Straße und den Pirnaischen Platz auf die Wilsdruffer, später Freiberger Straße. Einige Verkehrsteilnehmer an den Kreuzungen, die wir als Verband passierten, grüßten uns mit Hupkonzerten und Rufen.
Ob dies aus Freude darüber geschah, dass wir die Luftverschmutzung niedrig hielten oder aus Verdruss, dass der geschlossene Verband auch Ampelkreuzungen geschlossen passierte, mag ich nicht beurteilen. Erfahrenere Teilnehmer meinten, dass die Stimmung der Autofahrer heute so mies sei wie noch nie.
Einige der Kraftfahrzeugführer traten ordentlich aufs Gas, fuhren über durchgezogene Linien, Sperrflächen und durch Tramhaltestellen.
Wir bogen auf die Löbtauer ab, an der Yenice vorbei und unter der Marienbrücke fuhren wir Richtung Terassenufer. Vor dem Landtag überholte ein Golf aus MTL rechts um dann festzustellen, dass die Fahrspur zum Hintereingang der Semperoper führte.

Am Terassenufer gab es wieder ein paar motorisierte Verkehrsteilnehmer, die sich teilweise mit aufheulendem Motor, teilweise mit geringem Geschwindigkeitsunterschied auch bei Gegenverkehr vorbeidrängen mussten.

Leider führte das dazu, dass ein PKW-Führer ein Fahrrad unter seinem Van begrub. Zum Glück blieb der Fahrradfahrer unverletzt.

Die Version des Fahrzeugführers zum Unfallhergang war: “Der hat mir das Fahrrad vor das Auto gelegt!”
Die Version des Fahrradfahrers war, dass er von hinten angefahren wurde und danach das Fahrrad auf die Straße legte, weil er nicht weiterfahren wollte.
Mehrere Personen hatten beobachtet, wie der PKW-Fahrer daraufhin beschleunigte und auf das Fahrrad fuhr.
Touristen, die vor den Brühlschen Garten über uns auf der Terrasse standen, riefen dem Fahrzeugführer auf seine Rechtfertigungsversuche hin zu, dass sie doch gesehen hätten, mit welchem Affenzahn er angekommen sei.
In meinem Video ist der Van in den letzten Sekunden zu sehen, wie er hinter dem Taxi versucht zu überholen. Ein anderer CM-Teilnehmer zeichnete den Vorgang [edit]komplett aus anderer Perspektive und etwas vollständiger auf (siehe Updates)[/edit].
Die herbeigerufenen Polizeibeamten stellten sich zumindest dem geschädigten Fahrradfahrer nicht wie üblich vor. Als der Good Cop zu der Ansammlung von Fahrrädern meinte “Sind Sie auf dem Fußweg gefahren?” erntete er ein paar Lacher und Hinweise, dass das doch gar nicht erlaubt sei. Daraufhin meinte der Bad Cop des Teams in sehr harschem Tonfall, dass wir uns ja (mit unseren Kommentaren) zurückhalten sollten, weil wir sonst eine polizeiliche Maßnahme behinderten…
Obwohl der geschädigte Fahrradbesitzer mehrmals gesagt hatte, dass wir doch alle gehen sollte, das könne noch dauern, war der größte Teil natürlich geblieben. Einige Zeit später kam eine zweite Streife und nahm die Personalien aller Anwesenden auf. Anfangs war noch die Rede davon, alle einzeln zu vernehmen. Daraufhin meinte der Geschädigte, dass er uns zur nächsten CM auf ein Eis einlade. ;)
Nachdem alles geklärt schien, löste sich die Ansammlung auf; mittlerweile war es dunkel geworden. Die wenigen Verbliebenen bekamen ein auf den Elbwiesen gezündetes Feuerwerk geboten. Auf dieser CM hatten wir übrigens nur ~7,6 km zurückgelegt.


Update 1:
Hier gibt es ein Video, auf dem zu sehen ist, wie das Fahrrad überfahren wird.
Update 2:
Hier ein Artikel vom ADFC, dessen Autor an der CM teilnahm.
Update 3, 20.05.2011:
Seit gestern sucht die Dresdener Polizei weitere Zeugen zum Unfallgeschehen.
via
Samstag, April 23, 2011
- malenki at 23:59 in Computer
<edit on 2011-04-2011:>
Today the Abmahnung Miss Distelmeyer recieved turned out to be a faked one.
This offence was reported to the local police.
See the forum at 6th post. Thanks to Miss Distelmeyer she updated me via email.
What remains is the taste of a really bad joke and a somewhat unhappy easter weekend.
Hope you will get the villain.
</edit>
Today a german Miss Distelmeyer got snailmail.
It contained an Abmahnung¹ which an attorney sent being authorised by the software company “Media Art Holland b.v”.
Object of our mandate is the copyright infringement you committed via the Bittorrent Network on the software Debian 5 on which our client holds the rights of use and exploitation.
Miss Distelmeyer is demanded to pay 702,84 EUR (only costs of the authorised attorney) and to confirm she never ever will infringe the above mentioned copyright, that means: upload or download Debian.
Miss Distelmeyer could reach her attorney (even as this is the long easter weekend, what a coincidence she got the letter today!) and made an appointment for Tuesday. She sais her attorney has knowledge of GPL and OSS quite above standard level.
The torrentlink of the Debian she downloaded in January was from the official Debian site.
She already has informed some bigger TV broadcaster, yellow press computer newspaperand a good IT-related newspaper. She plans to inform Debian developers. I haven’t found out if she has done that by now but the fact itself already showed up on the Debian-legal mailing list here and here
In the forum where she posted the issue she also was pointed to good online media, the Chaos Computer Club, the EFF and the FSFE.
On Tuesday she will also contact some more media via phone.
At the forum also some not so obvious but interesting points are mentioned:
Is it allowed to monitor downloads and collect downloaders data when only Free Software is affected?
Why has the judge of the County Court in Augsburg not seen the absurdness of this claim/ criminal complaint?
¹
Here a short abstract how a german “Abmahnung” regarding copyright issues mostly is started by the companies and lawyers protecting their rights:
*Company holding the rights looks for infringements regarding their products in P2P networks. If it sees an infringement, it collects date, time and IP address. A screenshot or a plaintext log is all they need.
*With a printout of this they make a criminal complaint at a federal prosecutor near a copyright friendly court. (Third party attorneys reported they saw several folders full of such stuff in a court.)
*The prosecutor has to start an investigation during which a judge of the court rules that the telco has to decipher the IP to a human readable name and address. Even as most of the criminal complaints are dismissed because of triviality now there are names and addresses in the files.
*The attorney of the rights-holding company requests access to the records and so gets the addresses and now can send Abmahnungen all over Germany.
Abmahnungen were invented by legislative to settle small stuff without having to bother a court but were turned into a licence to print money by some attorneys with ethics low enough.
Source: http://www.lima-city.de/thread/abmahnung-im-haus
via
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Montag, April 18, 2011
- malenki at 19:32 in Computer
Letztens auf den Chemnitzer Linuxtagen kam es am Abend irgendwie dazu, dass ein Allroundcomputerexperte und ich einem Windows-Nutzer bei der Installation eines Linux halfen.
Die Wahl fiel auf Ubuntu, weil es sehr einsteigerfreundlich sein soll.
Der Download des Installers war dank Uni-Netz schnell erledigt. Der Installer funktionierte wunderbar: ausgeführt, irgendwas wurde installiert, nach dem Reboot begann die Ubuntu-Installation. Die paar Fragen zur Einrichtung des Systems (Nutzername, Passwort, Uhrzeit) waren keine Hürde.
Um so eigenartiger fand (nicht nur) ich dann folgenden wenig sagenden Dialog:

Ein kleiner Trost ist mir, dass dieser Dialog auch im Ubuntu-IRC-Channel auf Freenode bei einer kürzlichen Nachfrage weitgehend unbekannt war.
Eher unschön wird so eine Sache, wenn ein Linux-Neuling eine solche Installation bei sich daheim im stillen Kämmerlein vornimmt und dank unfreier WLan-Treiber gerade keinen Internetzugang hat…
Das Notebook war irgendein 0815 von der Stange; mehr weiß ich nicht.
Heute gesehen:

Auf der B101.
Bergauf
- 3 km am Stück.
Schneeregen
- bei 0°C
Orkanböen.
Allerhand Gepäck.
Meine Einladung zu einer Pause im Trockenen nach zwei Kilometer Anstieg schlug er aus.
Respekt!