Slippy-Map, die Erste

Sonntag, September 28, 2008 - malenki at 12:00 in Tour, OSM

28.09.2008
Außer dem unproduktiven Gefrickle wegen das BIOS-Updates habe ich den nachvollzogenen Reiseverlauf als GPX-Track heute zusammengefasst, sortiert und ausgelichtet, so dass auch andere Browser als Opera die Karte mit dem Reiseverlauf als Overlay darstellen können - siehe Testseite

Acer Aspire One Biosupdate…

- malenki at 12:00 in Computer

(erst alles lesen, dann loslegen!)

Irgendwo las ich, dass es für das Netbook ein neues BIOS gibt - gleich zu Acer surfen und nachschauen!
Tatsächlich - man findet dort unter der Überschrift “Bios for MS Windows XP” eine neuere Version für das L110 und das L150.
Als Käufer des L110 fühlt man sich verschaukelt - soweit ich weiß, gibt es diese Version nur mit Linux.

Naja, als ehemaliger Windowsnutzer habe ich noch ein XP herumliegen, sogar schon als BartPE mit integriertem SP3. Ixquick gibt bei der Suche nach ‘BartPE usb stick’ Treffer zu einem Tool namens PeToUSB aus, könnte was werden.
Das XP in der Virtualbox auf dem großen Rechner wird gebootet, USB-Festplatte angesteckt, PeToUSB gestartet - kein USB-Laufwerk erkannt. Hmpf. Festplatte an einen anderen Port gesteckt - es bleibt dabei. (Im Explorer war sie sehr wohl vorhanden).
Also meinen wunderbar lahmen (1MB/s schreibend) Kingston-USB-Stick angesteckt - wird von dem Tool ebenfalls nicht erkannt. Prima.

Vielleicht hilft ein sauberes Windows? Also eine VM von einem BartPE-Image gebootet - keine USB-Datenträger erkannt. Als nächstes den Rechner von einer BartPE-CD gebootet - gleiches Ergebnis. Kann es daran liegen, das das Tool seit ca. 2 Jahren nicht aktualisiert wurde?
Als letzten Versuch eine immer noch vorhandene uralte dreiviertelkaputte XP-Installation gebootet. Die ist übrigens nur noch deshalb auf dem Rechner, weil mir die 6GB Plattenplatz die Mühe des Umpartitionierens nicht wert sind.
Hier erkennt PeToUSB immerhin den Kingston-Stick, also installiere ich das BartPE auf den Stick und kopiere noch die entpackten BIOS-Dateien in einen Ordner.

Am AAO (Acer Aspire One) bootet das BartPE überraschend flott. Das Ausführen der FLASHIT.EXE läst für einen Sekundenbruchteil ein Fensterchen aufblitzen - das kennt man doch von alten Dosprogrammen…
Also WIN+R gedrückt (für Mausschubser: Start => Ausführen), cmd eingegeben, Enter gedrückt.
Wenn ich auf der Kommandozeile FLASHIT.EXE eingebe, passiert gar nix weiter. Kennt man eigentlich von Linux: wenn alles ordentlich durchläuft, kommt keine Ausgabe.

Für Windows ist das aber eher ungewöhnlich. Ich führe doch lieber mal die bat-Datei aus, die ich in meiner Begierde, so schnell wie möglich fertig zu werden, übersehen habe.
Jetzt erscheint immerhin “flashit ZG5_3304.fd /mc /all /dc”, aber es geschieht nichts weiter. Mittlerweile frage ich mich, warum Acer keine Anleitung in zu dem BIOS-Update gepackt hat. Für Windows XP scheint das Tool, anders als es die Überschrift auf der Download-Seite suggestiert, nicht gedacht zu sein.
Als nächstes habe ich im Internet nach ‘Acer BIOS Update Windows’ gesucht, wflash108.zip auf der Acer-Seite gefunden - aber wie die beiden anderen Tools im gleichen Ordner funktioniert es nicht. Wflash108 bringt bei Programmstart Fehlermeldungen, WinFlash171 und WinFlash174 arbeiten nur mit Award-Bioschips.
Dann wurde mir im IRC das Programm flashrom empfohlen. Auf dem AAO hat der Aufruf des Tools ohne Parameter zur Folge, das das System einfriert, das das System einfriert und der Display abgeschaltet wird oder das das System einfriert und die Capslock-LED blinkt. Bei insgesamt vier Versuchen traten die genannten Fehler auf, Lust auf mehr hatte ich nicht. Normalerweise sollten durch den Aufruf von flashrom ohne Parameter Informationen zum BIOS ausgegeben werden.

Also back to the roots - nur: Wie bekomme ich ein DOS auf einen USB-Stick? XP bietet kein format /s für USB-Sticks an - weder per GUI noch über die Kommandozeile. Beim yab / fand ich eine kurze einfache Anleitung, nur war es mir nicht möglich, eine der dort verlinkten Bootdisketten herunterzuladen. Ich habe es lieber mit freedos versucht - aber ach - das HP USB Disk Storage Format Utility meinte, das freedos (DOS 6.22 sowieso) kein FAT32 unterstützt.

Zum Glück fand ich bei flaz die drei DOS-Systemdateien in einer von dem HP-Tool nicht bemängelten Form vor - nun hatte ich einen USB-Stick, der in DOS bootet.

Jetzt den einen Ordner für die Update-Dateien anlegen, diese hineinkopieren, den Stick ins AAO stecken, davon booten, flashen, freuen.
Ha, denkste -.-
Die dunkelste Helligkeitstufe des Displays ist nunmehr doppelt so hell wie zuvor - äußerst unpraktisch, wenn man nachts im Bett bischen schmökern/surfen will.
Also hab ich wieder die alte Version des Bios eingespielt - Feierabend!
Und ein paar Stunden sinnlos vertan…

Anders Reisen

Freitag, September 5, 2008 - malenki at 12:00 in Reise/ travel, Übersetzung/ translation

Von Paolo Coelho

Ich erkannte sehr früh, dass - für mich - Reisen die beste Art des Lernens war. Ich habe noch immer die Seele eines Pilgers, und ich dachte mir, dass ich diese Kolumne nutzen würde, um einige der Lehren, die ich gelernt habe, in der Hoffnung weiterzugeben, dass sie sich für andere Pilger wie mich als nützlich erweisen.

1. Meide Museen. Dies könnte ein absurder Rat scheinen, aber lasst uns ein wenig darüber nachdenken: Wenn du in einer fremden Stadt bist, ist es nicht viel interessanter, nach der Gegenwart zu suchen als nach der Vergangenheit? Es ist nur so, dass sich die Leute verpflichtet fühlen, Museen zu besuchen, weil sie als Kind gelernt haben, dass Reisen bedeutete, diese Art von Kultur zu suchen. Natürlich sind Museen wichtig, aber sie erfordern Zeit und Objektivität - du musst wissen, was du dort sehen willst, ansonsten wirst du mit dem Gefühl gehen, einige wirklich wichtige Dinge gesehen zu haben, nur kannst du dich nicht erinnern, was es war.

2. Hänge in Bars herum. Bars sind die Orte, in denen das Leben der Städte sich enthüllt, nicht Museen. Mit Bars meine ich nicht Nachtclubs oder Diskotheken, sondern die Kneipen, in die normale Leute gehen, ein Bier trinken, über das Wetter reden und immer für eine Unterhaltung zu haben sind. Kaufe eine Zeitung und genieße das Kommen und Gehen der Menschen. Wenn jemand eine Unterhaltung beginnt, wie dumm sie auch sein mag, nimm daran teil: du kannst die Schönheit eines Weges nicht beurteilen, wenn du nur dessen Beginn betrachtest.

3. Sei offen. Der beste Reiseführer ist jemand, der am Ort lebt, alles darüber weiß, stolz auf seine oder ihre Stadt ist, aber nicht für eine Reisegesellschaft arbeitet. Gehe hinaus auf die Straße, wähl;e die Person, mit der du reden möchtest und frage sie etwas (Wo ist die Kathedrale? Wo ist die Post?). Wenn nichts dabei herauskommt, versuche es mit jemand anderem - ich garantiere, dass du am Ende des Tages einen exzellenten Begleiter für dich gefunden hast.

4. Reise allein oder - wenn du verheiratet bist - mit deinem Ehepartner. Es wird mehr Anstrengungen erfordern, niemand wird da sein, der sich um euch kümmert, aber nur auf diese Weise kannst du dein Land wirklich hinter dir lassen. Mit einer Gruppe zu reisen ist eine Art, in einem fremden Land zu sein, während du deine Muttersprache sprichst, das machst, was der Führer der Herde verlangt und mehr Interesse an Gruppenklatsch hast als an dem Ort, den du besichtigst.

5. Vergleiche nicht. Vergleiche überhaupt nichts - Preise, Hygienestandards, Lebensqualität, Beförderungsmittel, nichts! Du reist nicht, um zu beweisen, dass du ein besseres Leben als andere hast - dein Ziel ist herauszufinden, wie andere Leute leben, was sie dich lehren können, wie sie mit der Wirklichkeit umgehen und mit dem Außergewöhnlichen.

6. Verstehe, dass jeder dich versteht. Selbst wenn du die Sprache nicht sprichst, habe keine Angst: Ich war in vielen Gegenden, wo ich mit Wörtern überhaupt nicht kommunizieren konnte, und ich fand immer Unterstützung, Anleitung, nützlichen Rat und sogar Freundinnen. Einige Leute denken, dass, falls sie allein reisen, für immer verloren sind, sobald sie sich auf den Weg machen. Versichere dich nur, dass du eine Karte deines Hotels in deiner Tasche hast und - wenn Not am Mann ist - winke dir ein Taxi heran und zeige dem Fahrer die Karte.

7. Kaufe nicht zuviel. Gib dein Geld für Dinge aus, die du nicht herumschleppen musst: Karten für ein gutes Spiel, Restaurants, Ausflüge. Heutzutage, mit der Weltwirtschaft und dem Internet, kannst du alles kaufen was du willst, ohne Übergepäckzuschlag zu zahlen.

8. Versuche nicht, die Welt in einem Monat zu sehen. Es ist viel besser, vier oder fünf Tage in einer Stadt zu bleiben, als fünf Städte in einer Woche zu besuchen. Eine Stadt ist wie eine kapriziöse Frau: Es braucht Zeit, sie zu verführen und vollständig zu enthüllen.

9. Eine Reise ist ein Abenteuer. Henry Miller pflegte zu sagen, dass es viel wichtiger ist, eine Kirche zu entdecken, von der noch niemand anderes gehört hat, als nach Rom zu gehen und sich verpflichtet zu fühlen, die Sixtinische Kapelle mit zweihunderttausend anderen dir ins Ohr grölenden Touristen zu besuchen. Durchaus, besichtige die Sixtinische Kapelle, aber ziehe auch durch die Straßen, erkunde Gassen, erlebe die Freiheit des Suchens nach etwas - wonach genau weißt du nicht - aber das, wenn du es findest, dein Leben - du kannst sicher sein - verändern wird.

= Wie ich zu diesem Text kam =

Als ich im Herbst letzten Jahres mit der Bahn unterwegs war, kaufte ich in einer Bahnhofsbuchhandlung neben einem Buch von Terry Pratchett von Paolo Coelho “Like the flowing river”.

Die kurzen Erzählungen fand ich teilweise recht nett formuliert, aber ich fühlte mich nicht angesprochen, so dass ich das Buch bald beiseite legte.

Nachdem ich dieses Jahr meinen Sommerurlaub beendet hatte und wieder arbeiten musste, las ich in den Pausen in Paolo Coelhos Buch weiter, weil gerade nichts anderes zum Lesen da war. Nach ein paar dutzend Seiten stieß ich auf Geschichten, die mich berührten, zum Nachdenken brachten - oder hatte ich mich auf den Autor eingestellt…?

Äußerst passend zu meiner bevorzugten Art des Reisens fand und finde ich “Travelling differently”, das meine Beweggründe genau widerspiegelt und auch Aspekte beleuchtet, die mir selbst noch gar nicht so klar waren. Da dieser Artikel auch in Paolo Coelhos Blog veröffentlicht wurde, war ich so frei, ihn in ganzer Länge, aber in der (nur sehr leicht abweichenden) im Buch enthaltenen Version zu übersetzen.